Hintergrund der biologischen Rosenkultur

Seit der Mensch die Rose pflegte und kultivierte, tat er dies nicht nur wegen ihrer Schönheit – seit jeher wird sie auch für die Herstellung von Medizin und Parfüm, aber auch für die Zubereitung von exquisiten Speisen und Getränken verwendet. Rosenmarmelade ist aus dem Orient bekannt und war auch für uns die erste Erfahrung unsere Rosenblüten zu essen. Heute verarbeiten wir unsere Rosenblüten frisch und getrocknet in vielfältigster weise zu kulinarischen Rosengenüssen: Rosenmarmelade, Rosengelee, Rosenessig, Rosenspeiseöl, Rosenzucker, Rosensalz, Rosensirup, Rosenblütentee, Rosenkäse, Rosenlikör, Rosengeist.
Rosentee und Rosenblütenmarmelade sind nach wie vor die meistgefragten Produkte, diese bieten wir auch in vielen Varianten an: Rosenmarmelade mit Himbeeren, Rosenmarmelade mit Erdbeeren, Rosenmarmelade mit Johannisbeeren, Rosenmarmelade mit Heidelbeeren, Rosenmarmelade mit Brombeeren und saisonal noch viele weitere. Den Tee gibt es als Rosenschwarztee, Rosengrüntee, Rosenrotbuschtee, Rosenfrüchtetee und Rosenkräutertee. Frische Rosenblüten liefern wir mittlerweile an viele Bioküchen und Verarbeiter.
Diese Vorzüge der Rose können wir unseren Kunden anbieten und auch selbst unbeschwert genießen - aber nur deshalb, weil durch die konsequent biologische Kultivierung unserer Rosen keine gesundheitsgefährdenden Stoffe in den Boden und die Pflanzen gelangen. 1995 zertifizierte Bioland, der größte deutsche Anbauverband im ökologischen Landbau erstmals unsere Rosen. Damals wie heute kultivieren wir unsere Rosen hauptsächlich als Zierpflanzen, dennoch waren wir überzeugt dadurch auch hier die Umwelt und unsere eigene Gesundheit nachhaltig zu erhalten.
Um auf unseren Kulturflächen die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und zu verbessern, erfolgt die Kultur der Bio-Rosen im Wechsel mit landwirtschaftlichen Kulturen und mit Gründüngung als Vorkultur. Auch bei der Weiterkultur in Töpfen legen wir Wert auf naturnahe Methoden. So verwenden  wir für unsere biologischen Topfrosen auch aus Altpapier hergestellte Töpfe und lassen auf der Stellfläche für diese, auch Containerrosen genannten Rosen, die Wege zwischen den Beeten unversiegelt und grün. In der Natur vorkommende Bakterien (z.B. Bacillus thuringiensis) sowie die schädlingsabwehrenden Stoffe einiger Pflanzen machen es möglich, gezielt gegen tierische Schädlinge vorzugehen. Pilzkrankheiten an Rosen begegnen wir – neben sorgfältiger Boden-und Pflanzenpflege – durch die Auswahl geeigneter Standorte und robuster Rosensorten. Gegen Rosenrost, Sternrusstau und Mehltau setzen wir vorbeugende biologische Rosenpflegemittel wie Schachtelhalmextrakt und Gesteinsmehle ein. Biologischer Pflanzenschutz bei Rosen ist immer ein beachten der Naturgesetze. Mit allen diesen Maßnahmen leistet der biologische Rosenanbau nicht nur einen Beitrag zum Schutz des Bodens und des Grundwassers – die so kultivierten Rosen wachsen gut an und sind insgesamt sehr widerstandsfähig.
 


Rosenkultur für Blütenernte



Gänse vorm Glashaus - unsere Rasenmäher machen Mittagspause



Sidonie im Morgentau



Herbstarbeit: Die Ernte der Rosenstöcke



Rosenblütenernte