Die biologische Kultur der Rose - ein Blick hinter die Kulissen

Mit dieser Bilderfolge wollen wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Hauptarbeit geben. 

Die eigene Vermehrung der Rosen auf unseren biologisch bewirtschafteten Feldern ist nach wie vor die Grundlage unseres Betriebes. Trotz vielerlei moderner Technik ist es nach wie vor viel harte Arbeit bei "Wind und Wetter". Arbeit, für die man aber im Sommer alleine beim Anblick des blühenden Feldes wieder etwas entschädigt wird.Am schönsten aber ist es wenn diese Pflanzen bei Ihnen im Garten dann einen Platz finden, wo Sie ebenso gut gepflegt werden und Sie ebenso erfreuen wie uns.  

Die Feldkultur der Rosen wird heute noch nahezu gleich wie vor 100 Jahren durchgeführt.
Trotz aller Modernisierung sind die harte Arbeit und das gärtnerische Feingefühl Konkurrenzfähig geblieben. Die technisierte Massenproduktion von Rosen beschränkt sich zu unserem Glück auf Minitopfröschen und Schnittrosen. Unsere Biolandrosen wachsen noch mit bewährten Kulturtechniken auf, die wir ganz nach Bedürfnis anpassen: oft nutzen wir den starken Traktor um die allerhärteste Arbeit zu erleichtern, bei leichteren Arbeiten setzen wir lieber auf die traditionelle Arbeit mit dem Pferd um Boden und Pflanze zu schonen. Immer aber sind wir selbst mit vollem Einsatz dabei um unseren Rosen das beste zu gönnen. Diese Bildfolge zeigt Ihnen die Arbeiten in dem dreijährigen Kulturverlauf, den eine wurzelnackte Rose durchmacht.

Unsere Rosenpflanzen kultivieren wir seit vier Generationen mit der Veredlungstechnik der Okulation. Hierzu werden zunächst einjährige Wildrosensämlinge, sogenannte Wildlinge auf unseren Feldern aufgepflanzt. Im Sommer wird dann in den Wurzelhals dieser Wildlinge ein kleines Stückchen Holz der gewünschten Edelsorte eingepflanzt, damit es dort festwächst.
Erst im kommenden Frühling wird dann die oberirdische Astpartie des Rosenwildlings abgeschnitten. Die Rose treibt dann aus dem eingepflanzten Auge aus. Ergebniss ist eine Pflanze, deren oberirdischer Teil die gewünschte Edelsorte ist, deren Wurzel aber eine unserem Klima und Boden angepasste Wildrose bildet. Im Herbst des zweiten Kulturjahres (das dritte Lebensjahr der Rose) werden die Pflanzen dann gerodet und im Kühllager eingewintert. Ein Teil geht dann direkt als Wurzelware in den Verkauf, ein weiterer Teil wird in Töpfen weiterkultiviert damit Sie diese im Sommer blühend bei uns kaufen können. Größere Solitärrosen wachsen noch einmal bis zu vier Jahren im Topf weiter.
Jede Rosenpflanze benötigt also mindestens 3 Kulturjahre bevor Sie verkauft wird. Bei der Anzucht der Stammrosen kommt sogar noch eine zweijährige Kultur des Stammbildners dazu. Sollte also mal gerade eine unserer Rosensorten nicht lieferbar sein, so bitten wir Sie um Geduld: auf unseren Feldern wächst bereits der nächste Satz Pflanzen heran.

Viel Spaß beim zuschauen :

Die Rosenmacher bei der Arbeit

 
Das erste Kulturjahr: Der Wildling

Der Anfang: Die Hagebutte


Hagebuttenernte: Sabine Ruf


Samenkerne


Ein Rosenkeimling


Sortieren der Rosensämlinge im Herbst: die Domäne von Seniorchef Georg Ruf


Binden mit Weidenruten vermeidet Plastikabfälle


Einstecken der Rute zur Sicherung


Fertig gebundene Wildlinge


Abschneiden der Wildlinge mit der Bandsäge


eingelagerte Rosenwildlinge



 

Das zweite Kulturjahr

Pflanzen und Veredeln


Vierreihige Pflanzmaschine, unser  Mitarbeiter Ömer macht die Endkontrolle


Auf der Pflanzmaschine werden die Wildlinge zwischen zwei sich drehende Gummischeiben gelegt


Zwei Andruckrollen sorgen für den Bodenschluß der Wurzeln


Nachpflanzen fehlender Wildlinge mit dem Pflanzholz


Anhäufeln der Wildlinge mit der Reihenfräse


Die Wildlinge sind angewachsen: Hackmaschine zur Unkrautbekämpfung


Sogenannte Striegel an der Hackmaschine häufeln die Erde wieder ab


Es bleibt noch viel von Hand zu hacken


An den vorjährigen Veredlungen wird Reisermaterial zum Veredeln geschnitten.
Diese Arbeit obliegt  meist Werner Ruf


Die Reiser werden entblättert und entdornt


In feuchtes Zeitungspapier verpackt  werden die Reiser zu den Wildlingsfeldern gebracht


Das Veredeln selbst:  Arbeit für die man Geschick und Übung braucht und am Besten einen Gummirücken hat.
Akkordveredlerin Corinne, Gosia und Kuba


Das Schneiden des Edelauges


In den Wurzelhals wird ein T-Schnitt gemacht


Mit dem Längsschnitt löst man die Rinde


...und schiebt das Auge hinein.


Das überstehende Holz wird abgeschnitten


Die Veredlung wird mit einem Kautschukgummi verschlossen


Geglückte Veredlung, der Wundkallus ließ das Auge festwachsen


Zwischen den Wildlingen eingesäter Klee zur Bodenbegrünung



Das dritte Kulturjahr

Wachstum der Veredlungen und Ernte der Rosenstöcke
 

Sogenanntes "Abwerfen" des Wildlings über der Veredlung mit einer pneumatischen Schere
 

Ein exakter Schnitt ist wichtig
 

Die Veredlungen treiben aus
 

Da aus dem einen Auge zunächst nur ein Trieb wächst wird dieser gestutzt, diese Arbeit nennt man pinzieren.
 

Die pinzierten Rosen wachsen dann mit mehreren Trieben weiter und werden schön buschig.
 
  

Beim Unkrauthacken hilft jetzt unser Islandpferd Hrannar
 

Durch das Stutzen erscheinen die ersten Blüten dann erst im Juli.
 

Im Oktober sind die Rosen ausgewachsen und blühen nur noch wenig
 

Eine Spezialmaschine mit rotierenden Lederriemen entfernt die Blätter.
Würde man die Rosen mit Blättern einlagern, so würden sie faulen
 

Mit einem speziellen Hebepflug werden die Rosen unterschnitten
 

Dann müssen die Pflanzen von Hand herausgezogen und abgeschüttelt werden
 

Mit Schnur werden sie sortenweise gebündelt
 
...und wie früher die Getreidegarben mit der Mistgabel auf den Wagen befördert.
Unser Vorarbeiter Michau
 

Hab' mein Wagen vollgeladen... dies sind etwa 5000 Rosenstöcke
 

Das Abladen der Rosenpflanzen an der Rosenlagerhalle.
 

Hier werden sie nach Qualität sortiert, gebündelt und etikettiert
 

Besonders empfindliche Rosen werden erst hier entblättert
 

Hier heißt es auf die Finger aufpassen!
 

Sorgfältig werden gebrochene oder schwache Triebe entfernt und die Rosen zusammengebunden. Unsere treuen polnischen Helfer Staschek und Josef


Beim Binden hilft eine Maschine
 

Schon fertig
 

Das Etikettieren übernimmt Ferienjobber Thomas
 

Und dann oben stutzen (Das ist unsere größte Schere, der Schneidbock)
 

So werden die Pflanzen im Kühllager aufgestapelt. Bei plus zwei Grad und 90% Luftfeuchte können sie hier von Oktober bis April bleiben.
 

Eine Pflanzenbestellung wird zusammengestellt.
 

Die Pflanzenwurzeln werden mit feuchtem Stroh umgeben.
 

...und in eine Tüte verpackt.
 

Hochsaison im Versand
 

...und ab geht die Post zu Ihrem Garten!

 

 


Das vierte Kulturjahr

Die Topfkultur


Rosenpflanzen fertig geschnitten zum eintopfen
 

Als Kulturgefäße dienen Töpfe aus Altpapier.
 

Mit Transportwagen werden die getopften Rosen zur Kulturfläche gebracht. Mitarbeiterin Gosia.
 

Die getopfte Rose treibt aus.
 

Kundenfreundlich nach Rosengruppen sortiert wird die Kulturfläche bestückt.
 

Beim Gießen hilft wieder die Technik.
 

Der Papiertopf verrottet bei Erdkontakt und entsorgt sich so umweltfreundlich selbst.
 

Manche Rosen kultivieren wir mehrere Jahre im Topf, so können Sie Pflanzen erwerben, die dann in Ihrem Garten schon sofort nach dem Pflanzen so groß sind, wie sonst erst nach Jahren.